Tipps zum Lernen von Kanji

Die Kanji zu beherrschen ist eine Kunst für sich – auch für Japaner. Nicht umsonst gibt es in Japan Kanji Prüfungen für Erwachsene genannt „Kanji Kentei“. In der höchsten Stufe muss man 6000 Kanji lesen und schreiben können. Deswegen hier ein paar Tipps die dir das Leben vereinfachen.

Tipp 1: Lesen ist wichtiger als Schreiben

Überlege wie wichtig es dir ist Kanji auf Papier Schreiben zu können. Für die meisten reicht es völlig aus am PC oder am Smartphone Schreiben zu können. Dort schreibt man in Kana und wählt die passenden Kanjis aus einer Liste aus. Du musst also nicht Schreiben können sondern nur Lesen!

Tipp 2: Lerne On-Demand

Ich empfehle Kanji nach bedarf zu lernen! Denn auch die 2000 Jôyô-Kanji beinhalten einige Kanji die du wahrscheinlich nie brauchst. Trotzdem wirst du vielleicht über Kanji stolpern die in den Jôyô-Kanji nicht vorkommen.

Tipp 3: Lerne Kanji nur mit Wörtern

Viele Japanischanfänger (so wie ich damals auch) fangen an und lernen alle möglichen Lesungen eines Kanji. Mache das bitte nicht, es ist nur Zeitverschwendung.

Es gibt genau 2 Situation wenn du etwas wissen möchtest.

  1. Du siehst einen Text oder Wort in Kanji geschrieben und möchtest ihn lesen und verstehen.
  2. Du möchtest etwas in Kanji aufschreiben

Im ersten Fall möchtest du nicht die Bedeutung einzelne Kanji wissen sondern nur die Kombination – die sehr stark von der Einzelbedeutung abweichen kann. Außerdem möchtest du wissen wie dieses Wort gelesen wird – die Einzellesungen helfen da leider nicht weiter.

Im zweiten Fall möchtest du wissen welches Kanji du schreiben musst und wie es geschrieben wird. Auf das „wie“ komme ich in Tipp 4 zurück. Welches Kanji ist ein Problem das auch Japaner ab und zu haben. Es gibt zu viele Kanji die gleich gelesen werden und deswegen ist es schwer von der Aussprache eines Wortes auf die Schreibung zu kommen. Besser ist es die Kanji mit dem Wort selbst zu lernen.

Tipp 4: Schreiben lernen mit Heisig-Methode

Wenn du trotzdem Schreiben lernen möchtest, dann versuche es mal mit der Heisig-Methode. Die Idee ist sich Eselsbrücken für die einzelnen Elemente in den Kanjis auszudenken. James W Heisig hat ein Buch geschrieben bei dem er diese Methode genauer beschreibt und für viele Kanji gute Eselsbrücken vorstellt.

Link zu Amazon: Bedeutung und Schreibweise der japanischen Schriftzeichen (Die Kanji lernen und behalten, Band 1)

Ich selber habe die Heisig-Methode am Anfang verwendet um schneller die Schreibung von einigen Kanjis zu lernen. Nach einigen hundert Kanjis ist mir das dann aber zu aufwändig geworden. Das Merken neuer Kanjis wurde dann aber auch viel einfacher. Die Lesung wie gesagt würde ich niemals für einzelne Kanjis lernen.

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